Kostenlos, Stand Oktober 2026

Inflationsrechner

Wie viel Ihr Geld in Zukunft noch wert ist, und was 100 € von früher heute kosten.

Inflation berechnen

Kaufkraft und Preisentwicklung

€
Jahre
%
Ergebnis

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Wie Inflation gemessen wird

Das Statistische Bundesamt (Destatis) misst die Teuerung in Deutschland mit dem Verbraucherpreisindex (VPI). Dafür werden jeden Monat die Preise eines Warenkorbs erhoben, von Lebensmitteln über Mieten und Energie bis zu Dienstleistungen. Die Inflationsrate ist die Veränderung dieses Index gegenüber dem Vorjahr. Die Europäische Zentralbank richtet sich nach einem etwas anders berechneten europäischen Index (HVPI) und strebt mittelfristig 2 % an.

So rechnet der Inflationsrechner

Bei gleichbleibender Inflation sinkt die Kaufkraft eines Betrags jedes Jahr um denselben Faktor:

Kaufkraft = Betrag ÷ (1 + Inflationsrate) ^ Jahre

Beispiel: 10.000 € haben bei 2 % Inflation in zehn Jahren nur noch die Kaufkraft von 8.203,48 € heute. Umgekehrt kostet dann, was heute 10.000 € kostet, 12.189,94 €. Für die Vergangenheit verwendet der Rechner die tatsächlichen Jahresraten.

Inflationsraten in Deutschland seit 2015

JahrInflationsrate (VPI)
20252,2 %
20242,2 %
20235,9 %
20226,9 %
20213,1 %
20200,5 %
20191,4 %
20181,9 %
20171,7 %
20160,4 %
20150,7 %

Was 2020 noch 100 € kostete, kostete 2025 im Schnitt 121,91 €. Den größten Sprung gab es 2022 mit 6,9 %, vor allem wegen der Energiepreise.

Inflation und Gehalt

Ob eine Gehaltserhöhung wirklich mehr Geld bedeutet, zeigt der Reallohn. Steigt Ihr Gehalt um 3 % und die Preise um 2,2 %, wächst Ihre Kaufkraft nur um etwa 0,8 %. Dazu kommt die kalte Progression: Ein höheres Brutto rutscht in einen höheren Steuersatz. Der Gesetzgeber verschiebt deshalb den Grundfreibetrag jedes Jahr, 2026 auf 12.348 €. Wie viel von der Erhöhung netto ankommt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner aus.

Inflation und Sparen

Für Erspartes zählt der Realzins: Zins minus Inflation. Bringt ein Tagesgeldkonto 2 % bei 2,2 % Inflation, verliert das Geld trotz Zinsen an Kaufkraft, und die Zinsen sind über dem Sparer-Pauschbetrag noch steuerpflichtig. Wie hoch die Steuer ist, zeigt der Kapitalertragsteuer-Rechner, wie Ihr Geld über lange Zeit wächst, der Zinseszins-Rechner.

Rechengrundlagen 2026

Für die Vergangenheit rechnet der Rechner mit den Jahresdurchschnitten des Verbraucherpreisindex, Basisjahr 2020. Für die Zukunft mit der angegebenen Rate.

GrößeWert 2026Quelle
VerbraucherpreisindexDestatis, Basis 2020 = 100, rund 650 GüterartenStatistisches Bundesamt
Inflation 20242,2 %Statistisches Bundesamt
Inflation 20252,2 % (Jahresdurchschnitt)Statistisches Bundesamt
Inflation 20226,9 %, höchster Wert seit 1951Statistisches Bundesamt
Inflationsziel der EZB2 % mittelfristig (HVPI)Europäische Zentralbank
Grundfreibetrag 202612.348 € (Ausgleich der kalten Progression)§ 32a EStG

Zwei Rechenbeispiele mit dem Inflationsrechner

Beispiel 1: 5.000 € Notgroschen, 15 Jahre, 2,5 % Inflation

Ein Paar legt 5.000 € als Notreserve auf ein Girokonto ohne Zinsen und lässt das Geld 15 Jahre liegen. Bei 2,5 % Inflation im Jahr steigen die Preise in dieser Zeit um 44,8 %. Was heute 5.000 € kostet, kostet dann 7.241,49 €. Umgekehrt haben die 5.000 € dann nur noch die Kaufkraft von 3.452,33 € heute. Der Verlust beträgt 1.547,67 € oder 31 %, ohne dass ein Cent vom Konto verschwunden ist.

Die Lehre daraus: Eine Notreserve gehört auf ein Tagesgeldkonto mit Zinsen, die wenigstens einen Teil der Inflation ausgleichen. Bei 2 % Zins statt 0 % blieben nach 15 Jahren rund 6.730 € nominal, in heutiger Kaufkraft etwa 4.650 €. Der Verlust schrumpft von 31 % auf 7 %.

Beispiel 2: Was 1.000 € von 2015 heute wert sind

Ein Vertrag aus dem Jahr 2015 nennt eine monatliche Zahlung von 1.000 €, etwa eine Unterhaltsvereinbarung oder eine private Rente ohne Anpassung. Mit den tatsächlichen Inflationsraten von 2016 bis 2025 ist das Preisniveau um 29,3 % gestiegen. Um dieselbe Kaufkraft wie 2015 zu haben, müssten heute 1.292,61 € gezahlt werden. Die größten Sprünge kamen 2022 (6,9 %) und 2023 (5,9 %): Allein diese zwei Jahre haben mehr Kaufkraft gekostet als die sieben Jahre davor zusammen.

Wer solche Verträge abschließt, vereinbart deshalb eine Wertsicherungsklausel, die den Betrag an den Verbraucherpreisindex koppelt. Gesetzliche Renten werden jährlich angepasst, Pensionen ebenfalls, viele private Verträge dagegen nicht.

Wie der Warenkorb zusammengesetzt ist

Der Verbraucherpreisindex gewichtet rund 650 Güterarten nach dem Ausgabenanteil eines durchschnittlichen Haushalts. Wohnen, Energie und Instandhaltung machen rund ein Viertel aus, Verkehr etwa 13 %, Nahrungsmittel und Getränke knapp 12 %, Freizeit und Kultur 11 %. Wer in einer Großstadt zur Miete wohnt und viel pendelt, hat eine andere persönliche Inflation als ein Eigentümer auf dem Land mit Wärmepumpe und Solaranlage. Destatis bietet dafür einen persönlichen Inflationsrechner, mit dem sich die Gewichte anpassen lassen. Alle fünf Jahre wird der Warenkorb neu zusammengesetzt, zuletzt auf Basis 2020.

Inflation und die Rente

Wer in 30 Jahren in Rente geht, sollte seine Rentenlücke in heutiger Kaufkraft rechnen. Eine prognostizierte Rente von 1.800 € in 30 Jahren entspricht bei 2 % Inflation nur rund 990 € von heute. Die gesetzliche Rente wird jährlich an die Lohnentwicklung angepasst und hält mit der Inflation meist mit, eine private Rentenversicherung mit festem Betrag nicht. Den Rentenbetrag schätzt der Rentenrechner, die Lücke lässt sich mit dem Zinseszins-Rechner gegen einen Sparplan halten, und die Steuer auf Kapitalerträge zeigt der Kapitalertragsteuer-Rechner.

Inflation bei Verträgen und Gehaltsverhandlungen

Wer eine Gehaltserhöhung verhandelt, nimmt die Inflation der letzten Jahre als Untergrenze. Seit der letzten Anpassung vor drei Jahren sind die Preise um rund 10 % gestiegen, also ist jede Erhöhung unter 10 % real ein Minus. Bei Mietverträgen erlaubt eine Indexmiete, den Betrag jährlich an den Verbraucherpreisindex anzupassen, aber nur einmal im Jahr und nur in Höhe der Indexänderung. Bei Unterhaltsvereinbarungen und privaten Darlehen schützt eine Wertsicherungsklausel beide Seiten. Und für Sparziele gilt: Wer in 20 Jahren 50.000 € in heutiger Kaufkraft haben will, muss bei 2 % Inflation 74.300 € ansparen.

Häufige Fragen

Wie viel sind 100 € von 2020 heute wert?
121,91 € kosten 2025, was 2020 noch 100 € gekostet hat. Die Preise stiegen in diesen fünf Jahren um 21,9 %, allein 2022 um 6,9 % und 2023 um 5,9 %. Umgekehrt haben 100 € von 2020 heute nur noch die Kaufkraft von 82 €.
Wie viel sind 1.000 € in 20 Jahren wert?
673 € Kaufkraft von heute haben 1.000 € in 20 Jahren bei 2 % Inflation. Bei 3 % sind es nur 554 €. Wer in 20 Jahren 50.000 € in heutiger Kaufkraft haben will, muss bei 2 % Inflation 74.300 € ansparen. Der Rechner oben zeigt beide Richtungen.
Wie hoch ist die Inflation in Deutschland 2025 und 2026?
2,2 % betrug die Inflationsrate 2025 im Jahresdurchschnitt, nach ebenfalls 2,2 % im Jahr 2024. Für 2026 liegen die Monatswerte bisher in einer ähnlichen Größenordnung; den Jahreswert veröffentlicht Destatis im Januar 2027. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 % an.
Wie wird die Inflation gemessen?
Mit dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts. Jeden Monat werden die Preise von rund 650 Güterarten erhoben, gewichtet nach dem Ausgabenanteil eines durchschnittlichen Haushalts. Wohnen und Energie machen rund ein Viertel aus, Verkehr 13 %, Nahrungsmittel knapp 12 %. Der Warenkorb wird alle fünf Jahre neu zusammengesetzt.
Was ist der Unterschied zwischen VPI und HVPI?
Der VPI ist der nationale Index von Destatis, der HVPI der europaweit harmonisierte Index, nach dem sich die EZB richtet. Der HVPI enthält kein selbstgenutztes Wohneigentum und gewichtet anders, deshalb weichen die Raten um einige Zehntel ab. Für Verträge und Gehaltsverhandlungen in Deutschland zählt der VPI.
Warum fühlt sich die Inflation höher an als die offizielle Rate?
Weil die Rate ein Durchschnitt über alle Ausgaben ist. Wer viel für Lebensmittel, Energie und Miete ausgibt, erlebt eine höhere persönliche Inflation, wenn gerade diese Preise steigen. Alltagskäufe wie Butter oder Benzin fallen stärker auf als seltene Anschaffungen, deren Preise stabil bleiben oder sinken.
Wie schütze ich mein Geld vor Inflation?
Mit Anlagen, deren Rendite über der Inflation liegt. Tagesgeld mit 2 % hält bei 2,2 % Inflation knapp nicht mit, breit gestreute Aktien haben langfristig rund 7 % gebracht, schwanken aber stark. Für die Notreserve bleibt Tagesgeld richtig, für Sparziele über zehn Jahre eher ein Aktien-Sparplan.

Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Verbraucherpreisindex, Jahresdurchschnitte Basis 2020; § 32a EStG. Stand: Oktober 2026.

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