Kostenlos, Stand Oktober 2026

Beamtenpension 2026: Brutto und Netto

Ruhegehalt aus Dienstbezügen und Dienstjahren berechnen, dann Steuer und Krankenversicherung abziehen.

Pension berechnen

Ruhegehalt, Steuer und PKV

€
Jahre
€
Ergebnis

Bitte Daten eingeben…

So wird die Pension berechnet

Grundlage sind die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (§ 5 BeamtVG): das Grundgehalt der Stufe, die Sie zuletzt erreicht haben, der Familienzuschlag der Stufe 1 und ruhegehaltfähige Zulagen. Damit das letzte Amt zählt, müssen Sie es mindestens zwei Jahre innegehabt haben. Für jedes Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit erhalten Sie 1,79375 % dieser Bezüge, höchstens 71,75 % nach 40 Jahren (§ 14 Abs. 1 BeamtVG). Die Mindestversorgung beträgt 35 %.

Die Regeln oben gelten für Bundesbeamte. Die Länder haben eigene Versorgungsgesetze, die beim Steigerungssatz und beim Höchstsatz aber fast überall gleich sind.

Versorgungsabschlag

Gehen Sie auf Antrag vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand, sinkt die Pension um 3,6 % für jedes Jahr, höchstens um 10,8 % (§ 14 Abs. 3 BeamtVG). Bei Dienstunfähigkeit gilt dieselbe Obergrenze. Der Abschlag bleibt lebenslang.

Von brutto zu netto

Anders als Rentner zahlen Pensionäre keine Beiträge zur Renten- oder Arbeitslosenversicherung. Die Pension ist aber voll steuerpflichtig, als Arbeitslohn aus früherer Tätigkeit (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Ein Teil bleibt als Versorgungsfreibetrag steuerfrei. Wie hoch er ist, hängt vom Jahr ab, in dem die Pension beginnt, und gilt dann unverändert für immer.

Beginn der PensionVersorgungsfreibetragHöchstbetragZuschlag
202413,6 %1.020 €306 €
202513,2 %990 €297 €
202612,8 %960 €288 €
202712,4 %930 €279 €
202812,0 %900 €270 €

Statt des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 1.230 € gibt es für Versorgungsbezüge nur 102 € Werbungskosten-Pauschbetrag. Von der Pension gehen außerdem die Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung ab. Die Beihilfe des Dienstherrn übernimmt für Versorgungsempfänger beim Bund 70 % der Krankheitskosten, die PKV deckt den Rest. Die Beiträge können Sie als Sonderausgaben absetzen.

Beispiel

Ruhegehaltfähige Dienstbezüge von 4.500 € und 40 Dienstjahre ergeben 71,75 %, also 3.228,75 € brutto. Bei Beginn 2026, 350 € PKV-Beitrag und ledig fallen rund 5.125 € Einkommensteuer im Jahr an, 427,08 € im Monat. Netto bleiben 2.451,67 €. Verheiratet mit Splittingtarif und ohne weitere Einkünfte des Partners sinkt die Steuer auf 126 € im Monat, netto bleiben 2.752,75 €.

Pension und gesetzliche Rente

Bei der gesetzlichen Rente ist für Rentenbeginn 2026 ein Anteil von 84 % steuerpflichtig, dafür zahlen Rentner Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Die Unterschiede zeigt der Rechner zur Rentenbesteuerung. Haben Sie vor der Verbeamtung in die Rentenversicherung eingezahlt, bekommen Sie zusätzlich eine kleine Rente. Wie hoch sie ist, schätzt der Rentenrechner. Für Angestellte im öffentlichen Dienst gilt ein anderer Weg, den der Netto-Rechner für den öffentlichen Dienst abbildet.

Rechengrundlagen 2026

Die Werte gelten für Bundesbeamte nach dem Beamtenversorgungsgesetz. Die Länder haben eigene Versorgungsgesetze mit fast gleichen Sätzen.

GrößeWert 2026Quelle
Steigerungssatz1,79375 % je Dienstjahr§ 14 BeamtVG
Höchstruhegehaltssatz71,75 % nach 40 Jahren§ 14 BeamtVG
Mindestversorgung35 % der ruhegehaltfähigen Bezüge§ 14 BeamtVG
Versorgungsabschlag3,6 % je Jahr vor der Altersgrenze, höchstens 10,8 %§ 14 BeamtVG
Versorgungsfreibetrag bei Beginn 202612,8 %, höchstens 960 €, plus Zuschlag 288 €§ 19 EStG
Werbungskosten-Pauschbetrag102 € im Jahr§ 9a EStG
Beihilfesatz im Ruhestand (Bund)70 %BMF-Steuerrechner
Steuertarif§ 32a EStG, Splitting für Ehepaare§ 32a EStG

Zwei Rechenbeispiele mit dem Beamtenpension-Rechner

Beispiel 1: Lehrerin, 35 Dienstjahre, zwei Jahre früher in Pension

Eine Grundschullehrerin in A12 hat ruhegehaltfähige Dienstbezüge von 3.800 € und 35 Dienstjahre, als sie 2027 mit 65 statt 67 in den Ruhestand geht. Ihr Ruhegehaltssatz beträgt 35 × 1,79375 % = 62,78 %. Für die zwei Jahre vor der Altersgrenze gilt ein Versorgungsabschlag von 7,2 %. Pension brutto: 3.800 € × 62,78 % × 92,8 % = 2.213,92 €. Bei Beginn 2027 beträgt der Versorgungsfreibetrag mit Zuschlag 1.209 € im Jahr, ihr zu versteuerndes Einkommen liegt nach Abzug von 400 € PKV-Beitrag im Monat bei 20.420 €. Einkommensteuer: 139,58 € im Monat. Netto bleiben 1.674,33 €.

Die zwei Jahre früher kosten sie dauerhaft rund 172 € brutto im Monat durch den Abschlag und zusätzlich zwei Dienstjahre, also weitere 3,59 Prozentpunkte beim Ruhegehaltssatz. Zusammen sind das gut 300 € im Monat für den Rest ihres Lebens. Mit der Schwerbehinderung oder bei Dienstunfähigkeit fällt der Abschlag geringer aus oder entfällt.

Beispiel 2: Polizeihauptkommissar, 40 Dienstjahre, verheiratet

Ein Beamter in A12 mit Zulagen hat 5.200 € ruhegehaltfähige Bezüge und erreicht nach 40 Jahren den Höchstsatz von 71,75 %: 3.731 € Pension brutto. Er ist verheiratet, seine Frau hat keine eigenen Einkünfte, beide sind in Bayern Kirchenmitglieder. Mit Splittingtarif und 450 € PKV-Beitrag fallen nur 219,83 € Einkommensteuer und 19,79 € Kirchensteuer im Monat an. Netto bleiben 3.041,38 €, über 81 % der Bruttopension. Ein vergleichbarer Angestellter mit 5.200 € Gehalt käme auf eine gesetzliche Rente von rund 2.100 € brutto plus Betriebsrente.

Polizeibeamte haben eine besondere Altersgrenze von 62 Jahren und können deshalb abschlagsfrei früher gehen als andere Beamte. Die Polizeizulage ist seit 2024 wieder ruhegehaltfähig, was im Beispiel bereits berücksichtigt ist.

Hinterbliebenenversorgung und Mindestversorgung

Stirbt ein Pensionär, erhält die Witwe oder der Witwer 55 % der Pension als Witwengeld, bei Ehen vor 2002 60 %. Halbwaisen bekommen 12 %, Vollwaisen 20 %. Liegt die berechnete Pension unter der Mindestversorgung, wird sie angehoben: entweder auf 35 % der ruhegehaltfähigen Bezüge oder auf 65 % der Endstufe von A4 plus einen Festbetrag, je nachdem, was höher ist. Das betrifft Beamte mit kurzer Dienstzeit, etwa Spätverbeamtete. Wer vor der Verbeamtung lange angestellt war, bekommt die gesetzliche Rente zusätzlich, allerdings wird sie bei der Mindestversorgung angerechnet.

Beihilfe und PKV im Ruhestand

Mit dem Ruhestand steigt der Beihilfesatz beim Bund von 50 auf 70 %, die private Krankenversicherung muss nur noch 30 % abdecken. Der PKV-Beitrag sinkt dadurch, oft um ein Drittel. Wer das beim Versicherer nicht meldet, zahlt zu viel. Die Beiträge für die Basisabsicherung sind als Sonderausgaben voll absetzbar, was der Rechner berücksichtigt. Für die Pflegeversicherung gilt dasselbe. Einen Vergleich mit der Besteuerung gesetzlicher Renten bietet der Rechner zur Rentenbesteuerung, die Rente aus Angestelltenjahren vor der Verbeamtung schätzt der Rentenrechner.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Pension bei 4.500 € Bezügen und 40 Dienstjahren?
3.228,75 € brutto beträgt die Pension bei 4.500 € ruhegehaltfähigen Dienstbezügen und 40 Dienstjahren, das ist der Höchstsatz von 71,75 %. Ledig, mit 350 € PKV-Beitrag und Pensionsbeginn 2026 bleiben 2.451,67 € netto. Verheiratet mit Splitting und Partner ohne Einkünfte sind es 2.752,75 €.
Wie wird der Ruhegehaltssatz berechnet?
1,79375 % je ruhegehaltfähigem Dienstjahr, höchstens 71,75 % nach 40 Jahren. 35 Dienstjahre ergeben 62,78 %. Gezählt werden Dienstzeiten als Beamter, Vorbereitungsdienst und anerkannte Vordienstzeiten, Studienzeiten bis zu 855 Tagen. Die Mindestversorgung liegt bei 35 % der Bezüge oder einem festen Betrag.
Zahlen Pensionäre Sozialabgaben?
Keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Privat Versicherte zahlen ihren PKV-Beitrag, der im Ruhestand sinkt, weil die Beihilfe beim Bund von 50 auf 70 % steigt. Wer freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt den vollen Beitrag auf die Pension allein, ohne Arbeitgeberanteil.
Wie wird die Pension besteuert?
Als Arbeitslohn aus früherer Tätigkeit nach § 19 EStG, voll steuerpflichtig abzüglich Versorgungsfreibetrag. Bei Beginn 2026 sind 12,8 %, höchstens 960 €, plus 288 € Zuschlag im Jahr steuerfrei, dieser Betrag gilt lebenslang. Statt 1.230 € Arbeitnehmer-Pauschbetrag gibt es nur 102 € Werbungskosten-Pauschbetrag.
Was kostet ein früherer Ruhestand?
3,6 % Versorgungsabschlag je Jahr vor der Altersgrenze, höchstens 10,8 %, dauerhaft. Dazu fehlen die Dienstjahre: Wer zwei Jahre früher geht, verliert 7,2 % Abschlag plus 3,59 Punkte beim Ruhegehaltssatz. Bei 3.800 € Bezügen sind das zusammen gut 300 € brutto im Monat weniger.
Darf ich als Pensionär hinzuverdienen?
Ja. Vor der Regelaltersgrenze gelten Höchstgrenzen nach § 53 BeamtVG: Pension plus Verdienst dürfen die früheren Bezüge nicht übersteigen, sonst wird die Pension gekürzt. Nach der Regelaltersgrenze wird nur noch Einkommen aus dem öffentlichen Dienst angerechnet, Einkommen aus der Privatwirtschaft nicht mehr.
Was bekommen Hinterbliebene?
55 % der Pension als Witwen- oder Witwergeld, bei Ehen vor 2002 60 %. Halbwaisen erhalten 12 %, Vollwaisen 20 %. Stirbt ein aktiver Beamter, wird die Pension berechnet, die ihm bei Dienstunfähigkeit zugestanden hätte. Eine Wiederheirat beendet das Witwengeld, dafür gibt es eine Abfindung.

Quellen: §§ 5, 14, 53 BeamtVG; § 9a, § 19 Abs. 2 und § 32a EStG. Stand: Oktober 2026.

Weitere kostenlose Rechner