Für die meisten Menschen in Deutschland ist das Thema Gehalt nach wie vor ein Tabu. Die verbreitete Einstellung lautet: „Über Geld spricht man nicht.” Doch dieses Schweigen hat seinen Preis. Wenn man nicht weiß, was andere verdienen – woher soll man dann wissen, ob das eigene Gehalt fair ist? Oder ob man in Gehaltsverhandlungen mehr fordern darf? Ein zuverlässiger Gehaltsrechner Brutto Netto liefert den ersten Teil dieser Antwort – und echte Gehaltsdaten den Rest.

Bei brutto-netto-calculator.com zeigt unser kostenloser Brutto Netto Rechner genau, was nach allen Abzügen auf Ihrem Konto ankommt. Doch das Nettogehalt zu kennen ist nur dann sinnvoll, wenn man auch weiß, ob das Bruttogehalt überhaupt fair ist. Schauen wir uns daher an, was die Daten wirklich über die Bezahlung in Deutschland aussagen.

Was die Zahlen über das durchschnittliche Gehalt in Deutschland sagen

Auf Basis von über 920.000 Gehaltsdatenpunkten aus ganz Deutschland liegt das mittlere Bruttogehalt derzeit bei 43.750 Euro pro Jahr. Das durchschnittliche Bruttogehalt ist mit 50.250 Euro höher – doch dieser Wert wird durch eine kleine Gruppe sehr hoher Verdiener nach oben verzerrt und gibt für die meisten Arbeitnehmer ein falsches Bild. Der Median ist ehrlicher. Er bedeutet, dass genau die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer mehr als 43.750 Euro verdient und die andere Hälfte weniger. Wenn Sie Ihr Gehalt durch einen Brutto Netto Rechner laufen lassen, ist dieser Median Ihr aussagekräftigster Vergleichswert.

Die Branche macht den größten Unterschied

In welchem Sektor man arbeitet, hat mehr Einfluss auf das Bruttogehalt als fast jeder andere einzelne Faktor. Im Bank- und Finanzwesen erreicht das mittlere Jahresbruttogehalt 63.250 Euro. Im Gastgewerbe hingegen sind es nur 35.000 Euro. Das ist ein Unterschied von fast 30.000 Euro pro Jahr – bei gleicher Arbeitszeit. Die wichtigsten Branchen im Überblick:

  • Bank- und Finanzwesen: 63.250 Euro
  • Ingenieurwesen und Technik: überdurchschnittlich
  • Gesundheitswesen: um den Median
  • Einzelhandel: unter dem Median
  • Gastgewerbe und Gastronomie: 35.000 Euro

Auch die Unternehmensgröße spielt eine erhebliche Rolle. Ein Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern zahlt im Durchschnitt ein Bruttogehalt von 38.500 Euro pro Jahr. In Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern steigt dieser Wert auf 53.500 Euro. Größere Unternehmen verfügen in der Regel über strukturiertere Gehaltsbänder, stärkere Tarifverträge und schlicht mehr Budget. Wer ein Jobangebot zwischen einem kleinen Betrieb und einem Großkonzern abwägt, sollte beide Bruttozahlen durch einen Gehaltsrechner Brutto Netto laufen lassen – um zu sehen, was dieser Unterschied monatlich wirklich bedeutet.

Wo man in Deutschland lebt, bestimmt immer noch das Gehalt

Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist das Ost-West-Gefälle beim Gehalt in Deutschland nach wie vor spürbar. Arbeitnehmer in westdeutschen Bundesländern verdienen im Durchschnitt 45.000 Euro brutto pro Jahr. In den östlichen Bundesländern – Berlin ausgenommen – liegt dieser Wert bei nur 37.250 Euro, ein jährlicher Unterschied von fast 8.000 Euro. Die Bundesländer im Vergleich:

  • Hamburg: 49.750 Euro Median
  • Hessen: 47.500 Euro Median
  • Baden-Württemberg: 47.000 Euro Median
  • Sachsen-Anhalt: 36.500 Euro Median (Schlusslicht)

Auf Stadtebene führt München mit einem mittleren Bruttogehalt von 56.250 Euro, dicht gefolgt von Stuttgart mit 54.500 Euro. Am unteren Ende liegen Schwerin mit 39.250 Euro sowie Erfurt und Potsdam, die ebenfalls zu den am niedrigsten zahlenden Landeshauptstädten zählen.

Bildung, Erfahrung und Verantwortung sind die drei Wachstumshebel

In Deutschland hat die Bildung einen direkten und messbaren Einfluss auf das Gehalt. Das mittlere Bruttogehalt von Hochschulabsolventen liegt derzeit bei 57.500 Euro pro Jahr, verglichen mit 41.000 Euro bei Personen ohne akademischen Abschluss. Das ist ein jährlicher Unterschied von 16.500 Euro – der sich über eine gesamte Karriere erheblich summiert. Ein höherer Bildungsabschluss öffnet in nahezu jedem Berufsfeld die Tür zu höheren Gehaltsstufen.

Die Berufserfahrung ergänzt dieses Bild kontinuierlich. Die wichtigsten Erfahrungsstufen im Überblick:

  • Berufseinsteiger: 38.250 Euro Median
  • 11 bis 25 Jahre Berufserfahrung: 48.000 Euro Median
  • Mit Personalverantwortung: 50.000 Euro Median
  • Ohne Personalverantwortung: 41.500 Euro Median

Je länger man in einem spezialisierten Bereich tätig ist, desto mehr Fachwissen und Expertise sammelt man – und in den meisten Fällen spiegelt sich das irgendwann im Gehalt wider.

Der Gender Pay Gap bei 12,4 Prozent

Trotz gesetzlicher Regelungen zur Lohngleichheit liegt der Gender Pay Gap in Deutschland derzeit bei 12,4 Prozent. Männer verdienen in gleichen Positionen branchenübergreifend nach wie vor mehr als Frauen. Das ist keine unbedeutende statistische Randnotiz – über eine gesamte Erwerbsbiografie hinweg summiert sich ein Unterschied von 12,4 Prozent auf Hunderttausende von Euro. Gehaltstransparenz ist eines der wirksamsten Mittel, um dieses Problem anzugehen. Wenn Arbeitnehmer ihr Gehalt mit echten Daten vergleichen können, wird es für Arbeitgeber deutlich schwieriger, ungleiche Bezahlung unbemerkt aufrechtzuerhalten.

Was ein faires Gehalt ausmacht

Ein faires Gehalt hängt immer von einem Vergleichswert ab. Qualifikationen, Erfahrung, Verantwortung, Standort und Branche fließen alle in das ein, was als angemessen gilt. Fairness setzt aber auch Transparenz voraus – und diese Transparenz beginnt damit, die eigenen Zahlen zu kennen. Wer sein Bruttogehalt bei brutto-netto-calculator.com durch einen Gehaltsrechner Brutto Netto laufen lässt, bekommt ein klares Bild seines tatsächlichen Nettogehalts. Kombiniert mit Gehaltsvergleichsdaten hat man alles, was man braucht, um in jede Gehaltsverhandlung mit Selbstvertrauen und fundierten Argumenten zu gehen.




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